SoLa 2010 Frankenthal GOLDGRÄBER

Lagerfeuerduft... Lachen... Singen... Sport... all das liegt in der Luft wenn ich ans Sommerlager 2010 denke.

Seit Dezember 2009 liefen die Planungen für diese eine Woche im August, von der ich heut erzählen möchte. Im Dezember haben Mario und ich zusammen mit Martin und Kati das Sola-Konzept vorgestellt, das mir schon aus meiner Teeny-Zeit geläufig ist und das Mario in Düren auch kennengelernt hat. So kam es dazu, dass wir immer mehr Mitarbeiter dafür begeistern konnten, die dann voll in die Planung mit einstiegen.

Das Thema 'GOLDGRÄBER' hatten wir schnell festgelegt. Die Grundidee hatten wir aus Düren übernommen und schon bald stand das grobe Programm in das die einzelnen Details für jeden Tag noch eingefügt werden mussten, fest.
In separaten Teams für jeden Tag wurden dann die einzelnen Tage geplant und in den folgenden Treffen besprochen. So wurde jeder Mitarbeiter in die Planung involviert und hatte die Möglichkeit sich wirklich intensiv mit dem Thema zu beschäftigen.
Die letzten Wochen vor dem Sola wurden gerade für uns als Leitungsteam sehr stressig. Es war eine Zeit in der wir Gottes Gegenwart ganz intensiv spürten, jedoch auch eine Zeit in der Zweifel da waren und wir uns oft fragten ob wir uns damit nicht übernommen hatten.

Für Mario und mich kam noch dazu, dass wir ca drei Wochen vor dem Sola plötzlich die Zusage einer Bibelschule (MBS) bekamen, für die wir uns irgendann im April beworben hatten. Wir hatten mit dieser Zusage nicht mehr gerechnet und auch gar nicht mehr damit geplant. Und plötzlich stand da diese Entscheidung im Raum, mit der wir so garnicht mehr gerechnet hatten.

Es war sehr schwierig. Oft hatte ich das Gefühl, der Boden bricht mir unter den Füßen weg. Und dabei den Blick für 'DAS GROSSE GANZE' zu behalten, schien mir unmöglich. Ständig machte ich mir Gedanken um Schwartenholz, Zelte, Rundhölzer, Silofolie, Deko im Goldgräberlook, die berühmte 'blaue Schnur' die wir zum Bauen brauchten und dann wieder unsere Zukunft, die Bibelschule.. und was wollte GOTT überhaupt?

Manchmal war es schwer bei dem ganzen 'etwas für Gott zu tun', das 'etwas mit Gott zu tun' nicht zu vergessen. Mario war meine Rettung. Als es mir am Samstag vor dem Sola so richtig mies ging, schickte er mich einfach mit meinen Inlinern und der Bibel weg. Ich sollte einfach nur Zeit mit Gott verbringen und wieder auftanken. Und das war gut. Danach hatte ich wieder Kraft und einen anderen Blick.

Und auf einmal klärten sich so viele Dinge. Feuerholz wurde uns geschenkt, Rundhölzer zur Verfügung gestellt, Schwartenholz aus einem alten Sägewerk war da... aus den 20 angemeldeten Teilnehmern wurden 29.... Es waren unzählbare Wunder.
Am Mittwoch fingen wir dann in der FCG an die Deko vorzubereiten. Es klappte besser als erwartet. Gott war so gut.

Am Freitag dann ging es los. Wir trafen uns an der FCG um alles was wir so brauchten, einzuladen. Es war ein 'buntes Treiben' um es mal harmlos auszudrücken :-) kreuz und quer standen Autos und Transporter herum. Leute liefen umher und luden die verschiedenen Dekoelemente, Tische Bänke und das Gepäck in die Autos.
Irgendwann ging es dann endlich los nach Hauenstein wo das SOLA stattfinden würde.

Unterwegs war wieder einfach Zeit zum Beten. Wir durften Gott unsere Ängste anvertrauen. Ihm wieder und wieder alles abgeben. Das war gut.
Auf dem Zeltplatz angekommen freute ich mich erstmal total, meine Mama zu sehen, die unser Küchenteam die ganze Woche unterstützen würde. :-) Es war toll sie dabei zu haben !
Dann ging es los. Die Jungs kümmerten sich um das Gemeinschaftszelt und wir Mädels (ja - Frauenpower :-) ) legten mit dem Küchenzelt los (welches nachher zum Springer oder Technikzelt umfunktioniert wurde).
Erstaunlich schnell kamen wir vorran und als es dunkel wurde, hatten wir sogar schon die Deko teilweise befestigt.
Abends am Lagerfeuer besprachen wir dann bei Pizza Calzone und Tee die Dinge die noch anstanden und gingen dann bald schlafen.
Am nächsten Morgen ging es auch schon bald los auf den Platz an dem die Teens ins SoLa einsteigen sollten.
Es war ein Markt auf einer Wiese, umgeben von einem Bach. In dem Bach konnten die Teens Gold schürfen und es dann in der Bank umtauschen. Das Geld das sie dann erhielten konnte entweder für Schaschlik oder Salate ausgegeben werden oder bei verschiedenen Glücksspielen eingesetzt werden, wodurch wieder neues Geld gewonnen werden konnte.


Irgendwann kam dann der Zeitpunkt des Aufbruchs. Teilnehmer und Mitarbeiter waren in drei Gruppen eingeteilt worden. Diese Drei Gruppen wanderten nun los und hatten drei Aufgaben:

1. Einen Namen für die Stadt, die sie nun waren auszudenken.
2. Einen passenden Schlachtruf für diese Stadt zu wählen.3. Einen Schlafplatz für die kommende Nacht zu finden.

Die Wanderung ist für den Zusammenhalt in der Gruppe sehr wichtig. Mann lernt sich besser kennen und wächst als 'Familie' zusammen. Man kommt an seine Grenzen und lernt gemeinsam stark zu sein und sich gegenseitig zu motivieren.

Als die verschiedenen Gruppen dann am nächsten Tag gegen Mittag auf dem Zeltplatz ankommen sind sie ein Team, und haben gemeinsam etwas erreicht - das wird sie die ganze Woche über zusammenhalten.
Mit dem am Vortag verdienten Geld muss nun ein Mittagessen für die ganze Familie gekauft werden. Doch das Essen für so viele Menschen ist teuer. Und die Händler lassen nur schwer mit sich reden. Es dauert bis der Preis eingermaßen erschwinglich ist, um alle Mitglieder der Familie satt werden zu lassen. Einige Mitarbeter müssen ihr essen sogar noch damit abarbeiten, dass sie die nächsten Tage für die Lagerleitung das Geschirr spülen.
Nach dem Essen spüt jeder Teilnehmer sein Geschirr und es geht weiter. Bauen steht auf dem Programm. Es wird eine Überdachung für die Feuerstelle gebaut, so dass selbst bei Regen die ganze Familie bequem ums Feuer sitzen kann ohne nass zu werden.
Der Kreativität der Familie sind keine Grenzen gesetzt. Es werden Häuser gebaut, Zäune, Mülleimer, Schuhregale, Bänke ... die Red Bulls geben sich sehr kämpferisch und bauen gleich einen Galgen zur Abschreckung für Feinde...
Es ist eine schöne Zeit und es macht Spaß.

Abends ist der erste Gottesdienst im 'Saloon'. Eine Hammer-Stimmung. Wir singen Lieder, preisen Gott und freuen uns an Ihm. Dann kommen zwei Goldgräber an die Bar, erzählen von Ihrem Alltag und nehmen uns mit in ihre Geschichte. Wir werden nun jeden Abend dabei sein wenn Sie von Ihrem Tag erzählen und so hautnah erleben we es ihnen ergeht.
Dann kommt Markus auf die Bühne und beginnt mit der Andacht. Auch er hat eine Goldgräbergeschichte für uns, mit er er uns jeden Tag ein Stück weiter mitnimmt und uns anhand dieser Geschichte auch zeigt wie das mit dem Gold und so in unserem Leben aussehen kann.

Nach dem Gottesdienst sitzt noch jede Familie am Lagerfeuer zusammen. Wir singen Lieder, lachen und erzählen uns gegenseitig was wir an dem Tag toll oder eher nervig fanden. Es ist schön.
Irgendwann ist es dann aber Zeit zum Zähneputzen, denn am nächsten Tag geht es weiter und um halb 12 sollten wir im Schlafsack liegen.


Der nächste Tag beginnt für mich mit einem Schrecken: Oje schon halb Acht! da sollen wir doch schon bei der Mitarbeiterbesprechung sein... Ganz schnell angezogen und zur Feuerstelle... Da hocken die Mitarbeiter meiner Familie ja schon... Sorry... murmel ich ganz schuldbewusst.
Wir legen los. Reden darüber wie es uns so geht, was heute in der Stillen Zeit dran ist und wie wir mit den Teens am Besten darüber reden können. Abschliessend beten wir und dann werden die Teens geweckt.
FRÜHSPORT!!! Manch einem graust es bei diesem Wort, doch Jakob sorgte dafür dass es immer lustig und nicht zu anstrengend wurde und wir gut gelaunt in den Tag starteten... Ich sag nur: Brötchen, Butter, schmieren, essen!!!


Nach dem Frühstück wurde weitergebaut, bis zum Mittagessen sollten die Kunstwerke fertig sein. Und man wurde wirklich kreativ. Briefkästen,eine Schaukel tolle Gemälde vervollständigten das Bild. Und stellten sofort Freund- und Feindschaften klar.

Die RED BULLS komplett gegen die GOLDEN SPRINGS und BLACK BEAUTIES, die BLACK BEAUTIES gaben ein 'BLACK OUT for RED' und die GOLDEN SPRINGS verteilten FREE HUGS für alle.
Nachmittags konnten wir bei einem Geländespiel unsere Kräfte messen, wo die BLACK BEAUTIES ganz knapp siegten.

Abends im Saloon ging es heute darum, dass wir uns manchmal richtig anstrengen müssen um an den Schatz zu kommen: Ohne Schweiß- kein Preis.


Früh am nächsten Morgen ging es weiter, Mitarbeiterbesprechung in den Familien, Teens wecken, Frühsport, Frühstück, Stille Zeit.... und dann gehts los zur Schatzsuche. Verschiedene Stationen müssen wir durchlaufen um die vielen einzelnen Teile einer Schatzkarte zu erhalten die uns dann zum Schatz führt. Doch das ist noch nicht alles. In der schatzkiste selbst sind die verschiedenen Goldnuggets von Eis eingeschlossen, wo sie mit einem Löffel herausgekratzt werden müssen....
Nachmittags können wir das Gold bei der Bank in Geld eintauschen und auf dem Markt aufgeben... Es gibt so viele verschiedene Attraktionen... Colakistenklettern, Fotoshooting, Ringen, Kino, Salon, Countrykaraoke.... oje... und schon ist das Geld weg....

Und genau das erleben wir auch abends im Saloon wieder: Wie gewonnen so zerronnen. Dieses Thema beschäftigt auch Markus in seiner Andacht und so lernen wir wieder ein bisschen zusammen.
Der nächste Tag wurde sehr kreativ... Die Teens konnten an verschiedenen Workshops teilnehmen und zB ein Auto lackieren bzw gestalten, eine Bowle herstellen, verschiedene Sachen aus Holz basteln, Parfum und Duschgel herstellen und Dinge aus Leder herstellen.
Nachmittags standen Turniere an bei denen die verschiedenen Familien ihre Stärken beweisen konnten.
Abends im Saloon zeigten uns die Goldgräber, dass nicht alles Gold ist was glänzt, indem sie auf einen miesen Betrüger reingefallen sind.
Nach der Andacht beendeten wir auch diesen Tag mit Liedern und Lagerfeuer. Am schönsten fand ich es immer wenn die Teens dann irgendwann erzählten was toll war an diesem Tag und was sie nicht so schön fanden.


Der Donnerstag. An diese Vormittag standen verschiedene Seminare an. Jeder konnte sich für ein Thema entscheiden, dass ihn interessierte. Gewalt, Freundschaft, Sucht oder 'I want it all', was sich meines Wissens nach um die verschiedenen Sehnsüchte des Menschens drehte. Ich habe (shame on me) die Zeit zum Schlafen genutzt, was mir wirklich gut getan hat.

Durch den starken Regen verzögerte sich unser Nachmittagsprogramm ein wenig jedoch als wir mit dem Geländespiel loslegten verzog sich der Regen wieder (mal wieder eine Gebetserhörung). Und so zogen wir los in den Wald. Wir haten sehr vel Spaß und auch gute Gespräche - lachten viel und fanden schließlich unseren Schatz in dem neben ganz viel GOLD auch Armbänder mit dem Aufdruck SoLa 2010 für alle zu finden waren.

Im Abendprogram ging es ganz stark darum, dass wir für Gott GOLD sind. Und dass er deshalb Jesus für uns sterben lies. Es wurde ganz intensiv. Wir konnten spüren wie Jesus aber auch Satan wirkte. Es war ein Kampf. Und dann kam ein Sieg! Einer unser Teens entschied sich für ein Leben mit Jesus.
Zur Feier des Tages wurde die Schlafsackzeit um eine Stunde verschoben und ausserdem gab es Stockbrot und Würstchen. Wahnsinn :-)

Der nächste Vormittag wurde ganz still. Eine Stunde lang hatten die Teens die Möglichkeit Fragen über das Lager und ihr Leben zu beantworten und einen Brief an Gott zu schreiben. Diese Briefe haben wir dann mit Heliumballons steigen gelassen, symbolisch also in den Himmel geschickt.
Als wir so dastanden, die Ballons in den Himmel flogen, stiegen mir die Tränen in die Augen. Es war ein sehr intensiver Moment. Und wir durften Teil des Ganzen sein.

Nachmittags gab es ein Freudenfest, einen Markt auf dem das Geld in Ströhmen floss und gewonnen werden konnte. Lose, Glücksrad, Wettessen, Mitarbeiter mit dem Schwamm abwerfen, Sumoringen, Riesenwattestäbchen-Kampf .... und überall regnete es Geld. Die Teens wurden reich - sehr reich.

Dann, das Highlight: auf eine Plane wurde Wasser und Flüssigseife geschüttet und die Teens spielten Fussball dadrauf... man kann sich ja vorstellen dass das eine seeeeehr rutschige Angelegenheit war :-) nach dem Fussball war 'menschliches Bowling' dran... die Teens rutschten die Plane entlang und versuchten dann die so viele mit Wasser gefüllte Flaschen wie möglich aufzuheben.

Das Abendessen fand vor dem Saloon statt. Es gab Schaschlik und Salate... Wassermelone... toll! Als alle so einigermaßen satt waren, startete der 'bunte Abend'. Die Teens hatten eigenständig Beiträge vorbereitet, die sie nun vortragen durften.
Es wurde sehr lustig. Gedichte, Spiele, Anspiele, eine Modenschau und sogar einen Tanzwettbewerb gab es. Wir waren überwältigt von der Kreativität und dem Eifer der Teens.

Später in der Andacht teilte uns Markus die Schreckensnachricht mit: ab morgen ist unser vieles Sola-Geld wertlos.
Was nun? Markus erklärt uns was nun wirklich zählt. Worauf es im Leben asuserhalb der SoLa-Welt ankommt und wie das Leben weitergeht.

Der Letzte Abend ist angebrochen. Am Lagerfeuer singen wir das letzte Mal, besprechen was uns am Sola besonders gefallen hat.... dann gehts das letzte Mal in den Schlafsack.

Und am nächsten Morgen eine Stunde früher auf.
Zunächst einmal wieder Frühsport, dann Stille Zeit und Früüühstück - wow, die Küche hat sogar Brötchen besorgt! Dann gehts ans Abbauen - Zelte, Feuerstellen-Überdachung.

Dann ist es soweit. Wir singen noch einmal unser Mottolied und verabschieden uns dann voneinander. Die ersten Eltern sind schon da und langsam wird es ernst. Dieletzten Abschiedsworte werden gesagt und bald sind die Teens weg.

Wir Mitarbeiter bleiben noch ne Weile. Die Zelte, das Werkzeug... Das Gemeinschaftszelt und alles andere muss wieder in die Transporter zurück und der Platz muss möglichst genauso sauber sein wie er vorher war.

Kaum zu glauben, dass es schon vorbei ist. Doch wir sind uns einig: Ohne Gott hätten wir das nie geschafft.

Ich glaub der Text hier kann gar nicht wirklich wiedergeben was wir auf dem SoLa erlebt haben. Gott hat uns so unheimlich gesegnet, hat mir immer wieder gezeigt wie abhängig ich von ihm bin. Gott ist so gut. Und nächstes Jahr liegt wieder Lagerfeuerduft in der Luft :-)

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

3jähriges und Heiratsantrag...Wir sind verlobt :-)

2010