Nicht genug, dass die Telefonleitung geklaut ist...
Momentan wird hier überlegt irgendwie eine Telefonleitungs-unabhängige Lösung für unsere Verbingung zur außenwelt zu finden - wär genial wenn ihr dafür beten könntet.
Dienstag haben wir einfach mal frei gemacht, Elly und ich. Dadurch dass sie in der Weihnachtszeit komplett durchgearbeitet hat und ich oft länger und auch Samstags arbeite, hatten wir beide nen "off-day". Mischnicks mussten ohnenhin zum Missionskrankenhaus in Kijabe und hatten uns gefragt ob wir mit wollten, um es uns anzuschauen. So eine Gelegenheit hat man nich t alle Tage, also sind wir mitgefahren.

Ich hab mir das mal erklären lassen: Es gibt dort quasi eine "drei-Klassen-medizin". Die Kranken versicherungen zahlen dort längst nicht alles und auch nicht jedes Krankenhaus ist anerkannt von den Krankenkassen... Naja um es kurz zu machen: Wer wenig Geld hat wird im Krankenhaus erstmal nur von nem Krankenpfleger behandelt (im Ernstfall aber dann an nen arzt überwiesen). Wer ein wenig mehr Geld hat, wir von nem Kenianischen arzt behandelt. Und wer es sich leisten kann bezahlt die Behandlung von einem weißen Arzt. Jeder darf auch den weißen arzt sehen - er muss es nur bezahlen können.
Martha ist mit uns durch das Krankenhaus gegangen - haben uns die einzelnen Stationen angeschaut - die Betten sind meist durch Vorhänge abgetrennt, so hat jeder Patient ein wenig Privatsphäre. Auf der Kinderstatoin liegen die Mütter immer mit ihren Kindern im Bett - die Kinder bleiben nicht allein da.
Die Neugeborenenstation war auch sehr interessant und vor allem waren die Babies so süß!
Ich durfte sogar die Krankenhaus-apotheke sehen. Nun ja, es war sehr anders als in Deutschland. Aber toll, dass wir die möglichkeit hatten :-)
Auf dem Rückweg hab ich dann am Straßenrand ein tolles Bild
für mein Office erstanden - mit Marthas Hilfe haben wir den Preis von ca 20 Kenia Schilling auf 7 runtergehandelt! Und jetzt verschönert es hier die kahle Wand in meinem Office und macht mich fröhlich.
bei unserem Radioturm reinschauen. Er ist noch nicht in Betrieb aber schon in voller Höhe (70 m) aufgebaut. Da mussten Elly und ich natürlich hochklettern:-) (Ja Christian - wir waren auf "eurem" Turm) Wir haben es aber nur bis zu sechs metern Höhe geschafft. Da hat Martin uns gestoppt, weil es gefährlich ist.Danach gings wieder zurück auf die Station; Fazit: genialer Tag :)
Aber David hats geschafft :) Mit sechs Leuten haben wir ihn am Flughafen abgeholt. Es war toll, alle haben wir erwartungsvoll in die Richtung geschaut aus der er kommen sollte. Immer wieder sagte jemand: Da, ich glaub ich hab ihn gesehen! Aber er war es nicht. Es dauerte und dauerte... Und dann war er endlich da...
Und kaum hatten wir die ersten Sätze gesprochen, war es schon so, als wäre er die ganze Zeit hier gewesen. So schön normal.
So... und jetzt sollte ich mal wieder etwas arbeiten ;-)
Kommentare
erst noch ein Kommentar zu dem letzten Eintrag, ihr könnt doch nicht ständig kichernde Mädchenabende veranstalten, was ist das den, das ist eine Station in Afrika, da werden Ziegen geschlachtet, man sitzt am Lagerfeuer und erzählt sich Jagdgeschichten, Kurt kennt ein paar gute:-), Diguna ist kein Ponyhof in der Lüneburger Heide und man liest auch kein Wendy mehr im Bett, ok?!?!? :-)
Cool, dass ihr auf dem Turm ward, ist wirklich schön dort oben und wenn du mal Ruhe haben willst im Office nimm einfach ein bissl Arbeit mit und rauf auf dem Turm. Dort oben nervt dich garantiert keiner.
Drück mal den Dan von mir, wenn ihr ihn wieder seht und grüße mir die Jugend. Ich sage nur geistiger Mentor.
Bis die Tage
Chrisse