manchmal schickt Gott einen Engel...
Es war am letzten Wochenende, Elly und ich hatten (wie bereits im letzten Post erwähnt) geplant Andreas in Ngechek zu besuchen. Ngechek liegt in der Näher der Stadt Eldoret und dorthin kann man von Nairobi aus mit dem Bus fahren. So machten wir uns am Freitag früh auf den Weg nach Nairobi. Dort angekommen stellten wir relativ schnell fest dass die größeren Busunternehmen alle ausgebucht waren (der 01.06. ist in Kenya Nationaler Feiertag und viele Menschen nutzen diese Gelegenheit um nach Hause zu fahren und ihre Familien zu besuchen) Zunächst ein wenig ratlos suchten wir nach anderen Reise-möglichkeiten... vor dem Supermarkt in der Nähe sollte es "Shuttles" geben die auch nach Eldoret fahren. Und plötzlich stand Kevin vor uns. Kevin hatten wir schon in Deutschland kennengelernt als er mit dem A-Team da war. Und auch in Mbagathi auf station hatten wir ihn öfter getroffen. Und nun war er da und wollte sogar auch nach Eldoret fahren. Wow... Also fuhren wir zusammen. Für die 360km brauchten wir insgesamt 8Stunden!!! Die Straßen sind halt nicht sooo gut:-) In Eldoret angekommen begleitete uns Kevin dann noch durch die Stadt, es wurde schon langsam dunkel, wir kannten uns nicht aus und es ist auch nicht ganz ungefährich dort. Er war wirklich unser Engel für diesen Tag - bin Gott unendlich dankbar dafür.
In Eldoret hat Andreas uns dann abgeholt und wir sind nach Ngechek gefahren.
Ngechek ist ganz anders als die Gegenden die ich bis jetzt in Kenya gesehen habe. Da es viel höher liegt als Nairobi ist es dort grundsätzlich etwas kälter als bei uns. Die Vegetation ist anders - viel mehr Bäume - auch Nadelbäume, teilweise hab ich mich an unseren Wald Zuhause erinnert gefühlt.
Am nächsten Morgen schien zunächst die Sonne und es war schön warm. Nach dem Frühstück zeigte Andreas uns die Station mit Kinderheim Werkstatt, Teamhaus usw... und natürlich die Turbine :-)
Später besuchten wir einen der Arbeiter zu Hause im Busch, was ein echt ein eindrucksvolles Erlebniss war. Es ist immer wieder beeindruckend wie gastfreundlich die Leute hier sind... Das zeigt sich auch beim Essen. Die Teller wurden richtig vollgemacht. Und als man auch nur annähernd den Tellerboden sehen konnte wurde wieder aufgefüllt... Ich hab's echt nicht geschafft den Teller leer zu bekommen. Wir hatten echt ne schöne Zeit dort und es war gut diese Familie kennenzulernen. Am späten Nachmittag machten wir uns auf den Rückweg. Schon auf dem Hinweg hatten wir bei strahlendem Sonnenschein mehr als ne Stunde für die ca 8km Strecke gebrraucht. Nun hatte es aber zu regnen begonnen, was die "Straße" schlammig machte und buchstäblich in nen Acker verwandelte... Das war natürlich "Ngechek-life" und Andreas hatte seinen Spaß dabei uns dabei zuzusehen wie wir nach und nach immer schlammiger wurden:-)
Zurück auf Station hatten wir noch nen schönen Spiele-Abend mit dem Team... Naja wer mich kennt weiß wie sehr ich Spiele liebe, aber was tut man nicht alles für die Gemeinschaft?
Viel zu schnell war unsere Zeit in Ngechek auch wieder vorbei; am Sonntag morgen gings wieder zurück nach Nairobi. Zum Glück dauerte die Rückfahrt nicht sooo lang und wir waren gegen 5 wieder Zuhause wo Elli uns schon erwartete.
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