Eine Woche Paradies und zurück...

Gestern sind wir aus dem Urlaub wiedergekommen. Wir hatten ne echt wunderschöne Zeit...
Schon allein die Zugfahrt nach Mombasa war ein Erlebniss.... abends um halb sieben sollten wir am Bahnhof sein. Waren wir auch – aber der Zug nicht. Zwei Stunden Verspätung – da kommt die Deutsche Bahn ja fast nicht mit.
Um die Wartezeit zu verkürzen haben wir uns erstmal in den nächsten Supermarkt begeben, was ob der einbrechenden Dunkelheit garnicht so ungefährlich war. Wieder zurück am Bahnhaf verkürzten wir uns die Zeit mit essen, quatschen und rumalbern. Wir waren neun Leute: Elli, Elly,Leona und ich, Natascha aus Tinderet, Nicki, Edward, Und Malindi und Rolf.
Die Züge hier sind noch aus der Kolonialzeit: Schlafwagons mit schöner weißer Bettwäsche, Speisewagen in denen das Essen serviert wird... Durch die zwei Stunden Verspätung die der Zug schon zu Beginn hatte, mussten wir auf der Strecke immer wieder anhalten um andere Züge vorbei zu lassen. Und so ergab es sich, dass wir anstatt um 10Uhr morgens erst um 16Uhr Nachmittags ankamen. Wir waren echt platt, denn es war heiß und schwühl und wir mussten mit unserem Gepäck noch ne Weile laufen, bis wir endlich ein Matatu(Kleinbus, ziemlich günstiges öffentliches Verkehrsmittel mit rasanter Fahrweise) fanden, dass uns alle mitnahm zum Nakumat, dem Supermarkt wo wir die Nahrungsmittel für die kommende Woche einkaufen mussten.
Eine Stunde Später saßen Elli, Elly, Nicki und ich dann mit all unserem Gepäck in nem Taxi auf dem Weg in unser Ferienhaus. Die anderen fuhren mit dem Matatu – Taxi wär für alle zu teuer aber mit all dem Gepäck und den Lebensmitteln wär es nicht möglich mit dem Matatu zu fahren...
Es war schon dunkel als wir dann endlich ankamen. Nachdem wir dann alle Formalitäten erledigt und noch was gegessen hatten, sind wir mit ein paar Leuten noch an den Strand gelaufen...

Wow. Es war so schön, ich bin einfach mit Klamotten schwimmen gegangen. Es war dunkel, nur die Sterne waren am Himmel, kein Mond. Das Wasser war warm und der Sand so unbeschreiblich weich... Es war genial.
Am nächsten Tag konnten wir den Strand und das Meer dann bei Tageslicht in all seiner Schönheit betrachten.... wie im Urlaubskatalog: türkises wasser, schneeweißer Srand, der Sand total fein und weich, Palmen... und kaum Menschen.
‚Natürlich haben wir uns auch nen kleinen Sonnenbrand geholt am ersten Tag – wenn man Mittelmeerurlaub gewont ist kann man das garnicht einschätzen – man kann sich hier nicht einfach in die pralle Sonne setzen. Denn selbst wenn man unter den Palmen liegt im Schatten dann wird man schön braun...
Und ab dann hab ich einfach nur genossen... die Sonne, dan Wind den Ozean, das Relaxen... war einfach genial. Ich bin überzeugt, dass Gott Orte wie Diani Beach in Mombasa einfach dafür geschaffen hat um auszuruhen, zur Ruhe zu kommen und zu genießen...
Am Mitwoch hatten wir dann ne Stadttour geplant und sind nach Mombasa losgezogen. Die Altstadt ist einfach faszinierend...
Es gibt schöne alte Gebäude aber auch sehr viel Schmutz. Viele kleine Läden und die Verkäufer sind davon überzeugt dass du als „Mzungu“(Weißer) sicher ganz viel Geld hast, dass du nur in ihrem Laden ausgeben willst.
Doch in den engen Gassen der Altstadt gibt es nicht viele Weiße und ich glaub wenn ich nicht schon ein halbes Jahr hier wär, dann hätt ich mich da auch nicht reingetraut... ganz viele Muslime und Inder –ein ganz eigenes Flair – so anders als Nairobi. Einmal wollte uns ein Verkäfer unbedingt seinen Laden zeigen und lotste uns durch irgendwelche Gassen und Hinterhöfe in sein Geschäft. Zeitweise atte ich echt Angst, dass wir nicht mehr rausfinden... aber er war so freundlich nud hat uns hinterher auch wieder rausgebracht...
Es war echt ein erlebnisreicher Tag mit vielen neuen Eindrücken, viel Preise runterhandeln und am Ende einer 1Liter Packnug Schokoladenis, die Elli, Elly und ich uns auf dem Boden vor dem Nakumat sitzend geteilt haben. Hmmmm....
Mittwochabends sind wir dann noch mal italienisch Essen gegangen. Und wenn man sich sowas nicht leisten kann und es sich dann mal im Urlaub gönnt, dann ist es echt was besonderes. Ich weiß nicht wann ich das letzte Mal eine Lasagne so genossen habe.
Die nächsten Tage haben wir dann noch den Strand enjoyed und einfach nur relaxed... Am Samstag mussten wir das Haus um halb zehn morgens räumen. Durch irgendwelche Beziehungen haben wir die Möglichkeit bekomen, diesen Letzten Tag dann noch am Pool eines Hotels verbringen zu können – das war echt noch’n schöner Abschluss.

Als es dunkel wurde machten wir uns auf den Weg nach Mombasa City wo unser Bus abfuhr. Mit dem Matatu fuhren wir also wieder los... Die Straßen haben Abends wieder ne ganz andere Atmosphäre als am Tag. Weil es nicht mehr so heiß ist sind viel mehr Leute unterwegs – an den Ständen am Straßenrand brennen überall Öllampen – es ist so voll in den Straßen – alle drängen sich durch, Verkäufer preisen ihre Waren an, Sraßenprediger schreien rum.. und zwischendrin wir paar Deutsche, die sich beeilen um zum Bus zu kommen...In Nairobi sind wir nie so spät unterwegs, ist auch eigentlich zu gefährlich... aber es war echt cool das mal zu erleben.
Die Busfahrt zurück war ganz Ok, es wurde in der Nacht etwas kalt, aber wir kamen pünktlich um sechs Uhr früh in Nairobi an, wo Jörg uns dann abholte...
Und heute sitz ich schon wieder im Office und der Alltag macht sich breit... Nur die Urlaubsbräune und der Haifischzahn an meinem Hals lässt vermuten dass ich die letzte Woche nicht im Office verbracht habe..
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