So langsam habe ich wieder in den Abeitsalltag reingefunden...

... deutlicher gesagt: Der Stress hat mich wieder und die Urlaubsbräune blättert ab... Es hat ja schon sein gutes, dass man hier direkt am Arbeitsplatz wohnt. Man kann zwischendurch mal eben auf sein Zimmer wenn man was vergessen hat, man muss morgens nicht weit zur Arbeit fahren, man ist direkt vor Ort... Aber zwischendurch lernt man auch die negativen Seiten dieser situation kennen; eine davon ist zum Beispiel, dass man nie wirklich Feierabend hat. „Adelja ich hab vergessen mein Geld zu holen, kannst du grad onch mal ins Office gehen?“ Oder auch ganz ohne Höflichkeitsfloskeln: (Abends nach dem Essen) Ach Adelja wann gehst du jetzt nochmal ins office – jetzt sofort?“ Zugegeben, wenn sowas mal vorkommt habe ich verständniss, doch wenn es zur Selbstverständlichkeit wird, dass man nach Feirabend immer wieder noch zurück ins Office muss übersteigt es irgendwann eine gewisse Grenze an Strapazierfähigkeit.

Oft hab ich mich echt schon darüber aufgeregt – solche Situationen sind immer wieder eine Herausforderung für mich. Aber das Wissen, das ich die Arbeit für Gott mache hilft mir immer wieder...

Gerade im Moment bin ich wirklich geschlaucht und wer möchte kann gerne dafür beten.




Schon allein aus diesem Grund war es gut am Samstag mit ein paar Leuten die Station zu verlassen und nach Magadi zu fahren.

Magadi ist kurz gesagt eine Salzwüste mit heißen Quellen. Quasi ein natürliches Thermalbad. In Deutschland wäre an diesem Ort wahrscheinlich schon ein riesiger wellnesskomplex entstanden doch hier ist es noch ganz ursprünglich... mit Flamingos, glitschigen Steinen, und richtig heißem Wasser.

Magadi ist ca 120km von unsrer Station entfernt. Der Weg dorthin führt durch Maasailand, man sieht viele Ziegen, Kühe mit ihren Hirten, Esel und manchmal auch Kamele. Schon die Fahrt ist immer wieder ein Erlebniss.

Dort angekommen wurden die Jungs erstmal zum Holzholen geschickt (wir waren 11 Leute David, Edward, Nicki, Makau, Timaado, Julius Eva, Tina, Flo Elly und ich) und David und wir Mädels haben den Wagen abgeladen. Kurz darauf waren Eva und ich schon im Wasser. Es war wirklich heiß. Aber wenn man sich ein wenig dran gewöhnt hatte ging es. Bis zum Essen gab es für uns gar keinen Grund das Wasser zu verlassen :-) Magadi ist einfach ein Ort zum relaxen, einfach alles hinter sich zu lassen und einfach nur zu genießen... Als es dunkel wurde saß ich zusammen mit Makau am Lagerfeuer und wir haben uns unterhalten. Und als wir später nochmal mit Eva und David ins Wasser gingen wurde es halb eins (nachts) bis wir wieder herauskamen und schlafen gingen.

Unter freiem Himmel zu schlafen hat echt was für sich. Die Sterne scheinen so nah, man kann die Milchstraße ganz deutlich erkennen und immer wieder sieht man Sternschnuppen...

Am nächsten Morgen erwachten wir recht früh, da es sehr schnell warm wird, wenn die Sonne gegen halb sieben aufgegangen ist... Nach einem tolle Frühstück machten wir uns dann wieder auf den Heimweg. Es war wirklich ein entspanntes Wochenende.... wahrscheinlich war es auch nötig, wenn ich mir so den Wochenanfang anschaue – aber wie sagt man immer: Gott gibt uns nie mehr als wir schaffen können.

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