Alien - oder auch ein perfekter Tag
beantragen und Fingerabdrücke da zu lassen... Allen Ausländern, die hier leben und arbeiten, geht das so. Naja Ausländer hört sich auch nicht besser an als Alien, oder?Ok – mal der Reihe nach... gestern morgen sind wir mit Chanda in die Stadt auf die Ausländerbehörde gefahren. Dort haben wir erstmal über ne Stunde in der Wartehalle gesessen. Mit all den anderen Ausländern: Inder, Japaner.. „weiße Massais“ :) (weiße Frauen mit ihren schwarzen Partnern)
Ich hab daran denken müssen wie geringschätzig wir oft die Ausländer in Deutschland behandeln – jetzt war ich auf einmal in der gleichen Situation... Als wir dann endlich aufgerufen wurden, ging alles relativ schnell: Unterschreiben, dem Beamten in einen Raum folgen, warten, eintreten, Hand auf Farbband drücken, einzelne Finger vom Beamten auf verschiedene Bereiche eines Papiers drücken, andere Hand, gleiche Prozedur –raus. Das einzig Schwierige war, die Farbe hinterher wieder abzukriegen, aber dank Feuchttüchern (aus der Apotheke :) ) ging das dann auch ganz schnell.
Danach sind wir erstmal alle zusammen (wir waren zu 7.) beim Inder essen gegangen. Hm... Pfeffersteak – ich hab schon lang nicht mehr so was tolles gegessen. Als wir satt waren, ist Chanda noch andere Geschäfte erledigen gegangen und Christian ist mit uns losgezogen um Souveniers zu kaufen. Christian reist nächste Woche schon ab und hatte ne ganze Einkaufsliste zu erledigen, während wir anderen (Leona, Elly, Sebastian, Elli und ich) noch etwas mehr Zeit hatten die Maasaimärkte und Souvenierläden zu plündern.
Einen Maasaimarkt könnt ihr euch vorstellen wie einen riesigen Trödelmarkt mit Tüchern, Schmuck, Schuhen, Taschen, geschnitzen Figuren, Bildern... Es ist eine tolle Atmosphäre... überall Leute, es ist staubig – alle reden durcheinander...irgendwo läuft ein Straßenprediger mit nem Megaphon rum (davon gibt’s hier ne ganze Menge) und alle wollen dass du was bei ihnen kaufst. Es ist anstrengend – man wird mal hier mal dorthin gezogen und wenn man was kaufen will muss man den Preis runterhandeln, das gehört einfach dazu... aber es macht Spaß.
Die Heimfahrt hat sehr lang gedauert, da wir die Stadt zur Rush-hour verlassen wollten... Aber da wir uns so dermaßen über unsere Errungenschaften freuten, konnte das unsere Laune auch nicht trüben.
Abends hatten wir dann mit den Mädels noch unsere eigene Weihnachtsfeier ( Ja – es ist peinlich aber wahr, wir haben es vorher einfach nicht geschafft) und zur Feier des Tages gab es Griesbrei :), den wir hier mit Vorliebe löffeln.
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